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Der nächste Tag
Visite früh
am morgen. Eine neue Ärztin. Ich spreche
nochmals meinen Juckreiz an.
Man muss
sich das bildlich etwa so vorstellen:
Die Ärztin steht dicht neben meinem Bett und
fragt:
„Wo haben
Sie denn den Juckreiz?“
„Am Rücken“
„ Und wo
dort?“
„Mehr am
unteren Rücken und Po.“
„Nicht
weiter oben?“
Nein, nicht
weiter oben.““
Also dort wo
sie Liegen?“
„Ja, aber
ich liege ja auch zum Teil auf der Schulter.“
„Hatten Sie
das schon mal?“
„“Nein.
„Sind Sie
allergisch gegen die Medikamente, die Sie erhalten?“
„Ich
schlucke täglich eine Menge
verschiedenfarbige Tabletten. Was das alles ist, kann ich ihnen nicht
sagen.“
„Z.B
Schmerzmittel.?“
„Nehme ich
an, Weiss ich aber nicht nicht“
„Das könnte
schon sein. Wir wechseln mal das Schmerzmittel aus. Dann schauen wir morgen
wieder.“
Das
Interwiev ist beendet!
Statt dieser
Art von mündlicher „Ferndiagnose“ hätte
sie lediglich die Bettdecke zurückschlagen müssen, um sich meinen stark
geröteten Rücken anzuschauen!
Ich stelle mir
vor, ich fahre mit meinem Wagen in die
Werkstatt, der Mechaniker steht vor dem Wagen, fragt mich :
Wo ist denn der
Ölverlust? Im Motorraum? Im gesamten Motorraum? Vorne? Oder auch hinten? Tropft
er auch unten?
Wie würde ich mich
verhalten, falls der Mechaniker bei all diesen Fragen nie aktiv wird, nie die
Motorhaube öffnet oder unter das Fahrzeug
schaut? Würde ich je wieder diese Werkstatt aufsuchen? Sicherlich nicht.
Ich kann das aber in
meiner Situation jetzt nicht. Ich bin ans Bett gefesselt. Kann nicht laufen! Nicht
in eine „andere Wrkstatt“ gehen. Bin mitten in einer Behandlungsphase……… umso
schlimmer!!
Die Ärztin
meint nochmals: „warten wir bis morgen“, und geht. Kurz darauf werden die
Schmerztabletten gegen anders farbige ausgetauscht.
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