Samstag, 25. August 2018

Juckreiz



Nächster Tag



Am Morgen ist Visite.
Der Arzt (heute ein anderer) meint, die Rötung und der Juckreiz könnten auch von dem Bezug auf der Matratze kommen. Schliesslich hätte ich zuhause ja nicht das gleiche Material. Nachdem er diese weise Erkenntnis von sich gegeben hat, scheint er zufrieden, wünscht er mir noch einen  schönen Tag und geht.

Um 15.30 wird Blutdruck gemessen.
„Und was machen die kleinen Pünktchen?“
„Schön, dass Sie das so leicht nehmen. Sie meinen meinen starken Juckreiz am Rücken?“
Eine der beiden Stationsschwestern schaut sich die Innenseite meins Ellbogens an:
„Nicht mehr viel“
Ich weise sie daraufhin, dass sie meinen Rücken anschauen muss und nicht die Armbeuge. Sie macht das und findet erfreut „na, es ist ja nicht mehr so Grossflächig!“ Ich weise daraufhin, unterhalb des Hosenbundes zu kontrollieren. Der Juckreiz und die Hautrötung  war ja schliesslich dort festgestellt wurden. Sie streift die Hose nach unten und findet dort nun die Grossflächigkeit.
„Da brauchen wir Fenistil“
Ich bestehe darauf, dass etwas mehr unternommen wird als zu cremen, da es sich verschlimmert hat.
„Ja, ja, so etwas passiert immer am Wochenende, wenn niemand da ist.“
„Und ?“
„Ich weiss auch nicht woher das kommt“, meint sie. Sie ist jetzt richtig traurig.
Ich frage mich langsam, ob ich wirklich in einem Spital bin. Kann denn kein Arzt konsultiert werden? Muss ich zu meinem eigenen Hausarzt gehen, um Hilfe zu bekommen? Ach ja, das geht zur Zeit nicht, da ich ja ans Bett gefesselt bin und nicht alleine gehen darf.
„Ja, da muss nach dem Grund gesucht werden“, meint sie und verlässt mit ihrer Kollegin das Krankenzimmer und ich bin wieder mit meinem Juckreiz alleine.

Nächster Tag
Visitie
Nichts Besonderes.

Juckreiz



Nächster Tag



Am Morgen ist Visite.
Der Arzt (heute ein anderer) meint, die Rötung und der Juckreiz könnten auch von dem Bezug auf der Matratze kommen. Schliesslich hätte ich zuhause ja nicht das gleiche Material. Nachdem er diese weise Erkenntnis von sich gegeben hat, scheint er zufrieden, wünscht er mir noch einen  schönen Tag und geht.

Um 15.30 wird Blutdruck gemessen.
„Und was machen die kleinen Pünktchen?“
„Schön, dass Sie das so leicht nehmen. Sie meinen meinen starken Juckreiz am Rücken?“
Eine der beiden Stationsschwestern schaut sich die Innenseite meins Ellbogens an:
„Nicht mehr viel“
Ich weise sie daraufhin, dass sie meinen Rücken anschauen muss und nicht die Armbeuge. Sie macht das und findet erfreut „na, es ist ja nicht mehr so Grossflächig!“ Ich weise daraufhin, unterhalb des Hosenbundes zu kontrollieren. Der Juckreiz und die Hautrötung  war ja schliesslich dort festgestellt wurden. Sie streift die Hose nach unten und findet dort nun die Grossflächigkeit.
„Da brauchen wir Fenistil“
Ich bestehe darauf, dass etwas mehr unternommen wird als zu cremen, da es sich verschlimmert hat.
„Ja, ja, so etwas passiert immer am Wochenende, wenn niemand da ist.“
„Und ?“
„Ich weiss auch nicht woher das kommt“, meint sie. Sie ist jetzt richtig traurig.
Ich frage mich langsam, ob ich wirklich in einem Spital bin. Kann denn kein Arzt konsultiert werden? Muss ich zu meinem eigenen Hausarzt gehen, um Hilfe zu bekommen? Ach ja, das geht zur Zeit nicht, da ich ja ans Bett gefesselt bin und nicht alleine gehen darf.
„Ja, da muss nach dem Grund gesucht werden“, meint sie und verlässt mit ihrer Kollegin das Krankenzimmer und ich bin wieder mit meinem Juckreiz alleine.

Nächster Tag
Visitie
Nichts Besonderes.

der nächste Tag





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Der nächste Tag

Visite früh am morgen. Eine neue Ärztin.  Ich spreche nochmals meinen Juckreiz an.
Man muss sich das bildlich etwa so vorstellen:
 Die Ärztin steht dicht neben meinem Bett und fragt:
„Wo haben Sie denn den Juckreiz?“
„Am Rücken“
„ Und wo dort?“
„Mehr am unteren Rücken und Po.“
„Nicht weiter oben?“
Nein, nicht weiter oben.““
Also dort wo sie Liegen?“
„Ja, aber ich liege ja auch zum Teil auf der Schulter.“
„Hatten Sie das schon mal?“
„“Nein.
„Sind Sie allergisch gegen die Medikamente, die Sie erhalten?“
„Ich schlucke täglich eine Menge  verschiedenfarbige Tabletten. Was das alles ist, kann ich ihnen nicht sagen.“
„Z.B Schmerzmittel.?“
„Nehme ich an, Weiss ich aber nicht nicht“
„Das könnte schon sein. Wir wechseln mal das Schmerzmittel aus. Dann schauen wir morgen wieder.“
Das Interwiev ist beendet!
Statt dieser Art von mündlicher „Ferndiagnose“  hätte sie lediglich die Bettdecke zurückschlagen müssen, um sich meinen stark geröteten Rücken anzuschauen!

Ich stelle mir vor,  ich fahre mit meinem Wagen in die Werkstatt, der Mechaniker steht vor dem Wagen, fragt mich :
Wo ist denn der Ölverlust? Im Motorraum? Im gesamten Motorraum? Vorne? Oder auch hinten? Tropft er auch unten?
Wie würde ich mich verhalten, falls der Mechaniker bei all diesen Fragen nie aktiv wird, nie die Motorhaube öffnet oder unter das Fahrzeug  schaut? Würde ich je wieder diese Werkstatt aufsuchen? Sicherlich  nicht.
Ich kann das aber in meiner Situation jetzt nicht. Ich bin ans Bett gefesselt. Kann nicht laufen! Nicht in eine „andere Wrkstatt“ gehen. Bin mitten in einer Behandlungsphase……… umso schlimmer!!

Die Ärztin meint nochmals: „warten wir bis morgen“, und geht. Kurz darauf werden die Schmerztabletten gegen anders farbige ausgetauscht.

Freitag, 24. Oktober 2014

das Essen und die Versorgung



Ab heute habe ich ein Einzelzimmer. Endlich!!


Das Essen
Das Mittagessen ist abwechslungsreich.  Täglich wechselnder Speiseplan mit Zusatzkarte. Ich habe nichts auszusetzen.
Das Frühstück hole ich mir, wie alle, direkt vom Buffet. Ich kann wählen zwischen drei verschiedenen Brotsorten, Knäckebrot und Brötchen. Drei verschiedene Sorten Konfitüre, je zwei Sorten Wurst (Lyoner und Fleischwurst) in Scheiben und Käse (Tag für Tag die gleichen zwei  Käsesorten) in Scheiben, Butter. Müsli und Quark. Kaffe oder diverse Tees. Das hört sich auf den ersten Blick gut an, aber nach drei Wochen empfinde ich es doch etwas eintönig, die ewig gleichen Wurst- und Käsescheiben nerven nicht nur mich. Selbst unter Berücksichtigung der Tatsache dass ich mich nicht in einem Firstklasshotel befinde ist es „langweilig“. Ich bin dazu über gegangen mir zusätzlich andere Wurst. Und Käsesorten im REWE zuzukaufen. Jetzt geht es! Aber das ist Geschmacksache.

Das Abendessen ist akzeptabel wenn man auch manchmal die gleiche Wurst oder Käsezusammenstellungen vom Frühstücksbuffet als  „Aufschnitplatte“ wiederfindet.


Die medizinische Versorgung und die therapeutischen Massnahmen
Medizinisch fühle ich mich bestens versorgt. Alles gut geplant, bestens koordiniert, keine Wartezeiten bei Therapie und Arztvisite. Es wird in jeder Beziehung auf mich eingegangen es wird „zugehört“ und verständnisvoll mit mir umgegangen.
Der tägliche Terminplan sieht prinzipiell in den ersten drei Wochen folgendermassen aus:

06.45 Blutdruckmessen (nicht jeden Tag)
07.05 Krankengymnastik (etwa 15 Minuten)
08.00 Elektrotherapie (10 Minuten)
08.50 Visite beim Oberarzt (nicht jeden Tag)
11.30 Mittagessen
Nachmittags leer
In der letzten Woche kam noch Massagen und Wassertherapien hinzu. Dann geht es bin in den Nachmittag. Ist gut für mich!



Donnerstag, 23. Oktober 2014

Zusammenfassung der nächsten Tage



Zusammenfassung der nächsten 3 Tage
Frühstück wurde gebracht. wie gestern. Mein Zimmergenosse meint nur: “keine Wurst und kein Käse?“ Kaffe muss ich bitter trinken, da auch heute der Zucker fehlt.  

Nächster
Auf meinem Terminplan für heute, Montag steht an erster Stelle: „Lokale Kälteapplikation 1 mal am Tag“
06.45 Blutdruck messen
08.45 Visite
17.00 Uhr Ernährungsvortrag.
Was es mit der Kälteapplikation auf sich hat, weiss ich nicht. Dazu gab es bis jetzt keine Anweisung des Arztes. Höre es zum ersten mal und mache nichts.
Ich nehme auch dem Weg zum Blutdruckmessen, die Urinprobe mit ins Schwesternzimmer.
Urinprobe müssen sie ins Untergeschoss bringen. Lift bewegt sich nicht.
„Sie müssen Geduld haben“, mein die Schwester. Als warte ich nach nochmaligen Drücken, diesmal geduldig.
Der Lift bewegt sich nicht.
Diesmal kommt eine weitere Krankenschwester hinzu und meint : „Der Lift fährt erst ab 07.00 Uhr.“  Ich nehme den Urin wieder mit auf mein Zimmer.

Im Zimmer bringt eine Stationsschwester die Tabletten für den heutigen Tag und bemerkt die Blutflecken auf meinem Kopfkissen und meint „das müsse gewechselt werden“. Also warte ich auch in dieser Angelegenheit.

Nächster
Visite um 06.45. Schmerzmittel werden reduziert.
Frühstück kommt um 0700 Uhr. Wieder kein Zucker für den Kaffe. Mein erneutes „Können sie mir bitte Zucker besorgen“ verhallt. Und mit einem „Guten Appetit“ verlässt die mit diesem Wunsch überforderte Dame das Krankenzimmer. Inzwischen bin ich derartig geduldig geworden, dass ich froh bin, wenigstens bitteren Kaffe zu bekommen. Könnte ja auch sein, dass ich lediglich eine leere Kanne erhalte.

10.00 Uhr  Kopfkissenbezug ist gewechselt. Aber nur das kleine Kissen, sonst nichts!

Heute stand auf meinem Plan: Info und Begrüssung (für mich etwas verspätet). War niemand da. Bin wieder gegangen.
Habe an der Rezeption nachgefragt wie es mit meiner Verlegung bin die 1. Klasse steht. Man wusste von nichts. Man wird dem nachgehen
Lokale Kälteapplikation steht auf dem Plan und ein Beutel mit zerstossenem Eis liegt im Zimmer auf dem Tisch. Und was soll ich damit jetzt machen?
Die Therapeutin meint „ Es ist normalerweise für die lokale Behandlung der Schmerzen. „Habe ich aber nicht, da starke Schmerzmittel.“
„Dann werfen sie es einfach weg!“, meint sie.
11.30 Mittagessen wird gebracht. Wieder bitterer Kaffee.

Nächster
Heute hatte ich ein Gespräch „Hilfsmittelberatung“. Anlässlich dieses Gespräches wurde das Thema „Essen im Stehen“ angesprochen.
„Aber wieso wird ihnen denn das essen aufs Zimmer gebrach?“
„Mir wurde gesagt, dass in der Kantine diese Möglichkeit nicht besteht“
„Wieso das denn? Natürlich geht das“
Ich war froh über diese Reaktion und wirklich, am Abend drückt mit  die Stationsschwester einen handgeschreibenen Zettel in die Hand: „Ab Morgen können Sie Ihre Mahlzeiten an einem Stehtisch in der Kantine einnahmen.“ Der Grund dafür, dass sie mir dies nicht mündlich mitteilte mag wohl daran liegen, dass sie seit meiner Reklamation wegen den nicht erhaltenen Abendessens nicht mehr mit mir redet. Wie dem auch sein, am nächsten Morgen frühstücke ich in der Kantine an einem Stehtisch. Man nennt mich hier „den Mann der immer steht“.

Die folgenden Tage  verlaufen alle nach dem gleichen Schema. Da ich im Laufe meines Lebens noch  nie in einer Kur oder einer REHA war, beschreiben ich ab morgen einige Themen abgetrennt von den einzelnen Wochentagen.