Donnerstag, 23. Oktober 2014

Zusammenfassung der nächsten Tage



Zusammenfassung der nächsten 3 Tage
Frühstück wurde gebracht. wie gestern. Mein Zimmergenosse meint nur: “keine Wurst und kein Käse?“ Kaffe muss ich bitter trinken, da auch heute der Zucker fehlt.  

Nächster
Auf meinem Terminplan für heute, Montag steht an erster Stelle: „Lokale Kälteapplikation 1 mal am Tag“
06.45 Blutdruck messen
08.45 Visite
17.00 Uhr Ernährungsvortrag.
Was es mit der Kälteapplikation auf sich hat, weiss ich nicht. Dazu gab es bis jetzt keine Anweisung des Arztes. Höre es zum ersten mal und mache nichts.
Ich nehme auch dem Weg zum Blutdruckmessen, die Urinprobe mit ins Schwesternzimmer.
Urinprobe müssen sie ins Untergeschoss bringen. Lift bewegt sich nicht.
„Sie müssen Geduld haben“, mein die Schwester. Als warte ich nach nochmaligen Drücken, diesmal geduldig.
Der Lift bewegt sich nicht.
Diesmal kommt eine weitere Krankenschwester hinzu und meint : „Der Lift fährt erst ab 07.00 Uhr.“  Ich nehme den Urin wieder mit auf mein Zimmer.

Im Zimmer bringt eine Stationsschwester die Tabletten für den heutigen Tag und bemerkt die Blutflecken auf meinem Kopfkissen und meint „das müsse gewechselt werden“. Also warte ich auch in dieser Angelegenheit.

Nächster
Visite um 06.45. Schmerzmittel werden reduziert.
Frühstück kommt um 0700 Uhr. Wieder kein Zucker für den Kaffe. Mein erneutes „Können sie mir bitte Zucker besorgen“ verhallt. Und mit einem „Guten Appetit“ verlässt die mit diesem Wunsch überforderte Dame das Krankenzimmer. Inzwischen bin ich derartig geduldig geworden, dass ich froh bin, wenigstens bitteren Kaffe zu bekommen. Könnte ja auch sein, dass ich lediglich eine leere Kanne erhalte.

10.00 Uhr  Kopfkissenbezug ist gewechselt. Aber nur das kleine Kissen, sonst nichts!

Heute stand auf meinem Plan: Info und Begrüssung (für mich etwas verspätet). War niemand da. Bin wieder gegangen.
Habe an der Rezeption nachgefragt wie es mit meiner Verlegung bin die 1. Klasse steht. Man wusste von nichts. Man wird dem nachgehen
Lokale Kälteapplikation steht auf dem Plan und ein Beutel mit zerstossenem Eis liegt im Zimmer auf dem Tisch. Und was soll ich damit jetzt machen?
Die Therapeutin meint „ Es ist normalerweise für die lokale Behandlung der Schmerzen. „Habe ich aber nicht, da starke Schmerzmittel.“
„Dann werfen sie es einfach weg!“, meint sie.
11.30 Mittagessen wird gebracht. Wieder bitterer Kaffee.

Nächster
Heute hatte ich ein Gespräch „Hilfsmittelberatung“. Anlässlich dieses Gespräches wurde das Thema „Essen im Stehen“ angesprochen.
„Aber wieso wird ihnen denn das essen aufs Zimmer gebrach?“
„Mir wurde gesagt, dass in der Kantine diese Möglichkeit nicht besteht“
„Wieso das denn? Natürlich geht das“
Ich war froh über diese Reaktion und wirklich, am Abend drückt mit  die Stationsschwester einen handgeschreibenen Zettel in die Hand: „Ab Morgen können Sie Ihre Mahlzeiten an einem Stehtisch in der Kantine einnahmen.“ Der Grund dafür, dass sie mir dies nicht mündlich mitteilte mag wohl daran liegen, dass sie seit meiner Reklamation wegen den nicht erhaltenen Abendessens nicht mehr mit mir redet. Wie dem auch sein, am nächsten Morgen frühstücke ich in der Kantine an einem Stehtisch. Man nennt mich hier „den Mann der immer steht“.

Die folgenden Tage  verlaufen alle nach dem gleichen Schema. Da ich im Laufe meines Lebens noch  nie in einer Kur oder einer REHA war, beschreiben ich ab morgen einige Themen abgetrennt von den einzelnen Wochentagen.

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