Zusammenfassung der nächsten 3 Tage
Frühstück
wurde gebracht. wie gestern. Mein Zimmergenosse meint nur: “keine Wurst und
kein Käse?“ Kaffe muss ich bitter trinken, da auch heute der Zucker fehlt.
Nächster
Auf meinem
Terminplan für heute, Montag steht an erster Stelle: „Lokale Kälteapplikation 1
mal am Tag“
06.45
Blutdruck messen
08.45 Visite
17.00 Uhr
Ernährungsvortrag.
Was es mit
der Kälteapplikation auf sich hat, weiss ich nicht. Dazu gab es bis jetzt keine
Anweisung des Arztes. Höre es zum ersten mal und mache nichts.
Ich nehme
auch dem Weg zum Blutdruckmessen, die Urinprobe mit ins Schwesternzimmer.
Urinprobe
müssen sie ins Untergeschoss bringen. Lift bewegt sich nicht.
„Sie müssen
Geduld haben“, mein die Schwester. Als warte ich nach nochmaligen Drücken,
diesmal geduldig.
Der Lift
bewegt sich nicht.
Diesmal
kommt eine weitere Krankenschwester hinzu und meint : „Der Lift fährt erst ab
07.00 Uhr.“ Ich nehme den Urin wieder
mit auf mein Zimmer.
Im Zimmer
bringt eine Stationsschwester die Tabletten für den heutigen Tag und bemerkt
die Blutflecken auf meinem Kopfkissen und meint „das müsse gewechselt werden“.
Also warte ich auch in dieser Angelegenheit.
Nächster
Visite um 06.45. Schmerzmittel werden reduziert.
Frühstück
kommt um 0700 Uhr. Wieder kein Zucker für den Kaffe. Mein erneutes „Können sie
mir bitte Zucker besorgen“ verhallt. Und mit einem „Guten Appetit“ verlässt die
mit diesem Wunsch überforderte Dame das Krankenzimmer. Inzwischen bin ich derartig
geduldig geworden, dass ich froh bin, wenigstens bitteren Kaffe zu bekommen.
Könnte ja auch sein, dass ich lediglich eine leere Kanne erhalte.
10.00 Uhr Kopfkissenbezug ist gewechselt. Aber nur das
kleine Kissen, sonst nichts!
Heute stand
auf meinem Plan: Info und Begrüssung (für mich etwas verspätet). War niemand
da. Bin wieder gegangen.
Habe an der
Rezeption nachgefragt wie es mit meiner Verlegung bin die 1. Klasse steht. Man
wusste von nichts. Man wird dem nachgehen
Lokale
Kälteapplikation steht auf dem Plan und ein Beutel mit zerstossenem Eis liegt
im Zimmer auf dem Tisch. Und was soll ich damit jetzt machen?
Die
Therapeutin meint „ Es ist normalerweise für die lokale Behandlung der
Schmerzen. „Habe ich aber nicht, da starke Schmerzmittel.“
„Dann werfen
sie es einfach weg!“, meint sie.
11.30
Mittagessen wird gebracht. Wieder bitterer Kaffee.
Nächster
Heute hatte
ich ein Gespräch „Hilfsmittelberatung“. Anlässlich dieses Gespräches wurde das
Thema „Essen im Stehen“ angesprochen.
„Aber wieso
wird ihnen denn das essen aufs Zimmer gebrach?“
„Mir wurde
gesagt, dass in der Kantine diese Möglichkeit nicht besteht“
„Wieso das
denn? Natürlich geht das“
Ich war froh
über diese Reaktion und wirklich, am Abend drückt mit die Stationsschwester einen handgeschreibenen
Zettel in die Hand: „Ab Morgen können Sie Ihre Mahlzeiten an einem Stehtisch in
der Kantine einnahmen.“ Der Grund dafür, dass sie mir dies nicht mündlich
mitteilte mag wohl daran liegen, dass sie seit meiner Reklamation wegen den
nicht erhaltenen Abendessens nicht mehr mit mir redet. Wie dem auch sein, am
nächsten Morgen frühstücke ich in der Kantine an einem Stehtisch. Man nennt
mich hier „den Mann der immer steht“.
Die
folgenden Tage verlaufen alle nach dem gleichen Schema. Da ich im Laufe meines
Lebens noch nie in einer Kur oder einer
REHA war, beschreiben ich ab morgen einige Themen abgetrennt von den einzelnen
Wochentagen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen