Der nächste Tag
Heute morgen
wurde ich, wie geplant in die Reha
transportiert (Krankentransport liegend). Der junge Fahrer des Krankenwagens
muss wohl ein Formel I – Fan gewesen sein. Ich wurde ganz schön
durchgeschüttelt musste mich in den Kurven mit beiden Händen in der Liege
fixieren.
Am Empfang in
der Reha wird meinem Fahrer eine leere Plastikflasche und ein A4 Bogen
ausgehändigt. Im Zimmer muss ich von der Trage in das Bett umsteigen und mein
Fahrer gibt den Papierbogen und die Flasche an mich weiter.
„ Damit
können sie sich dort Wasser holen.“ Er deutet irgendwo in Richtung Gang hinter
mir. Später erklärt mir ein Patient ,
dass man sich das Wasser in der Kantine holen kann.
Eine
Schwester schaut kurz rein und meint: “Den Bogen bitte ausfüllen. Und das sind
ihre Termine.“ Sie händigt mir einen Terminplan für den nächsten Tag aus.
Ich befinde
mich mit einer weiteren Person in einem Zweierzimmer. Vor dem Bett meines
Zimmernachbarn hängt ein TV von dem ich seitlich mitschauen kann.
Der erste
Termin nennt sich Visite. Man wird im
Zimmer angerufen und in das Zimmer des Arztes bestellt. Es erfolgt eine
Untersuchung und Befragung, der Arzt übertragt das Ergebnis in seinen PC. Es
entspricht dem was ich vom Spital bereits in schriftlicher Form mitbekommen und
ihm ausgehändigt hatte.
„Morgen früh
haben sie dann einen Plan. Da sie nicht lange sitzen dürfen, bekommen sie das
Essen jeweils aufs Zimmer gebracht.“
Ich darf wieder gehen.
Der Abend
und die Zeit vor Mitternacht erinnert mich an einen total missratenen
Jugoslawienurlaub vor einigen Jahren. Der Unterschied bestand lediglich darin,
dass es sich damals um ein Hotel und Ferienstimmung handelte und jetzt um einen
Klinikaufenthalt. Der Lärm und der Trubel auf dem Gang vor meinem Zimmer ist jedoch
direkt vergleichbar. Aber wenn du dich nicht gross bewegen kannst, kannst du
dich auch nicht gross wehren.
Damals in
den Ferien bin ich am nächsten Morgen abgereist! Hier kann ich nur noch auf die
kommende Nacht warten.
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