Samstag, 18. Oktober 2014

Eine Neue



Nächster Tag
Visite früh am morgen. Eine neue Ärztin.  Ich spreche nochmals meinen, inzwischen nahezu unerträglichen,  Juckreiz an.
Man muss sich das Folgende bildlich etwa so vorstellen:
 Die Ärztin steht unbeweglich und dicht neben meinem Bett. Sie fragt:
„Wo haben Sie denn den Juckreiz?“
„Am Rücken“
„ Und wo dort?“
„Mehr am unteren Rücken und Po.“
„Nicht weiter oben?“
Nein, nicht weiter oben.““
Also dort wo sie Liegen?“
„Ja, aber ich liege ja auch zum Teil auf der Schulter.“
„Hatten Sie das schon mal?“
„“Nein.
„Sind Sie allergisch gegen die Medikamente, die Sie erhalten?“
„Ich schlucke täglich eine Menge  verschiedenfarbige Tabletten. Was das alles ist, kann ich ihnen nicht sagen.“
„z.B Schmerzmittel.?“
„Nehme ich an, Weiss ich aber nicht nicht“
„Das könnte schon sein. Wir wechseln mal das Schmerzmittel aus. Dann schauen wir morgen wieder.“
Das Interwiev ist jetzt beendet!
Statt dieser Art von mündlicher „Ferndiagnose“  hätte sie lediglich die Bettdecke zurückschlagen müssen, um sich meinen stark geröteten Rücken anzuschauen!

Ich stelle mir vor,  ich fahre mit meinem Wagen in die Werkstatt, der Mechaniker steht vor dem Wagen, fragt mich :
Wo ist denn der Ölverlust? Im Motorraum? Im gesamten Motorraum? Vorne? In der Mitte? Oder auch hinten? Tropft es auch unten?
Wie würde ich mich verhalten, falls der Mechaniker bei all diesen Fragen nie aktiv wird, nie die Motorhaube öffnet oder unter das Fahrzeug  schaut? Würde ich je wieder diese Werkstatt aufsuchen? Sicherlich  nicht!
Ich kann das aber in meiner Situation jetzt nicht. Ich bin ans Bett gefesselt. Kann nicht laufen! Nicht in eine „andere Wrkstatt“ gehen. Bin mitten in einer Behandlungsphase……… umso schlimmer!!

Die Ärztin meint nochmals: „warten wir bis morgen“, und geht. Kurz darauf werden die Schmerztabletten gegen anders farbige ausgetauscht.

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